Die Datenbank der VGV durchsuchen

Wir bieten Ihnen hier die Möglichkeit, die Datenbank der Virtuellen Gedenkstätte Viersen 1933 – 1945 zu durchsuchen. Die Datenbank wird stetig erweitert. Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Hinweise zu Dokumenten und zur Quellenlage

1. Die Dokumenten-Ansicht (Beta-Phase)

Wir erweitern die Virtuelle Gedenkstätte Viersen kontinuierlich um digitale Reproduktionen historischer Originaldokumente. Aktuell umfasst unser Archiv 469 digitalisierte Dokumente. Da sich dieses Feature im Aufbau befindet, beachten Sie bitte folgende Hinweise:

  • Bestand im Aufbau: Aktuell sind noch nicht für alle in der Datenbank verzeichneten Personen Dokumente hinterlegt. Der Bestand ist lückenhaft und wird im Laufe der Zeit sukzessive von uns ergänzt. Nachrangig stellen wir in absehbarer Zukunft auch zunehmend Dokumente aus den SA- und SS-Akten zur Ansicht bereit, weshalb diese Bestände aktuell noch sehr gering ausfallen.
  • Darstellung & Qualität: Bei den angezeigten Dokumenten handelt es sich um Reproduktionen historischer Quellen. Die Lesbarkeit, verwendete Schriftarten (z. B. Sütterlin) und der Erhaltungszustand können stark variieren.
  • Besonderheiten der Erfassung (Mikrofilm): Unsere Bezugsquelle für die angezeigten Dokumente sind die historischen Originalakten, die seinerzeit durch die US-Behörden auf Mikrofilm gesichert wurden und heute über das Internet frei zugänglich sind. Da bei dieser Verfilmung aus pragmatischen Gründen häufig zwei Dokumente nebeneinander abgelichtet wurden, kann es vorkommen, dass in der Dokumentenansicht neben den Daten der gesuchten Person auch die Aktenblätter einer weiteren erfassten Person auftauchen, die für Ihre konkrete Suche nicht relevant ist.

2. Zur Unvollständigkeit der Quellen (Beispiel NSDAP-Zugehörigkeit)

Bei der Recherche in historischen Aktenbeständen ist stets zu berücksichtigen, dass die Überlieferungen der NS-Zeit nicht vollständig sind. Ein prominentes Beispiel hierfür ist die Mitgliedskartei der NSDAP, in der zwischen 1925 und 1945 ursprünglich über 10 Millionen Personen in einer Zentral- und einer Gaukartei erfasst wurden.

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs sollte die Parteiführung auf Anordnung sämtliche dieser Karteikarten vernichten lassen. In einer Münchener Papiermühle konnte die Vernichtung dieser enormen Papiermengen im letzten Moment durch das mutige Eingreifen des dortigen Müllers gestoppt werden. Die US-Armee sicherte die Bestände später und überführte sie in das eigens aufgebaute Berlin Document Center.

Trotz dieser Rettung blieben erhebliche Lücken zurück. Die historische Forschung geht heute davon aus, dass die Gaukartei zu etwa drei Vierteln, die Zentralkartei jedoch zu weniger als der Hälfte erhalten geblieben ist. Zwar lassen sich durch den Abgleich beider Verzeichnisse schätzungsweise noch 90 Prozent der damaligen Parteimitglieder namentlich nachweisen, dennoch gelten die Datensätze von rund einer Million Mitgliedern als unwiederbringlich verloren. Besonders in bestimmten alphabetischen Bereichen (etwa bei Nachnamen zwischen den Anfangsbuchstaben F bis G sowie K bis O) weist die Zentralkartei massive Lücken auf.

Für die Nutzung dieser Datenbank bedeutet das: Wenn sich zu einer bestimmten Person in den Akten kein Hinweis auf eine Parteimitgliedschaft oder andere Belastungen findet, ist dies kein absoluter Beweis dafür, dass eine solche Mitgliedschaft oder Beteiligung nicht doch bestanden hat. Ein Fehlen von Belegen kann schlichtweg auf die Zerstörung der entsprechenden Dokumente zurückzuführen sein.

Sollten Sie Fragen zu einzelnen Dokumenten haben, tiefergehende Recherchen anstellen wollen oder weitere Informationen beisteuern können, freuen wir uns jederzeit über Ihre Kontaktaufnahme.